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Häufig gestellte Fragen zu Rheuma-Spezialisten

Auf dieser Seite finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um Rheuma-Spezialisten. Für weitere Informationen und Beratung stehen Ihnen unsere Landes- und Mitgliedsverbände zur Verfügung, die Sie unter der Service-Rufnummer 0800-600 25 25 erreichen.

Wenn Sie Schmerzen in Muskeln oder Gelenken haben oder unter Rückenschmerzen leiden, dann ist Ihr Hausarzt zunächst der richtige Ansprechpartner. Leichte Beschwerden am Bewegungsapparat, die nach wenigen Tagen wieder verschwinden, sind noch kein Grund zur Beunruhigung. Vielleicht haben Sie sich nur körperlich zu stark belastet oder es kündigt sich eine Erkältung an.

Bei schwereren oder anhaltenden Schmerzen in Gelenken oder Muskeln, sollte Ihr Hausarzt jedoch unverzüglich an einen Orthopäden oder einen Rheumatologen überweisen. Manchmal ist auch die Einweisung in eine Akutklinik erforderlich, zum Beispiel, wenn ein Bandscheibenvorfall vorliegt, der zu einer Lähmung geführt hat oder ungeklärte, sehr starke Schmerzen bestehen. Auch Fieberschübe mit starken Schmerzen erfordern ggf. die Einweisung in eine Klinik.

Weitere Informationen:  Faltblatt "Der Weg zur richtigen ärztlichen Behandlung"

Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie ist erste Anlaufstelle zum Beispiel bei Knie- Hüft- oder Fingergelenksarthrose, bei Osteoporose und akuten Rückenschmerzen. Auch bei Knochenbrüchen, Bänder- und Sehnenrissen ist der Orthopäde als Spezialist für Operationen und qualifizierter Facharzt für Knochen, Gelenke, Muskulatur und Sehnen zuständig. Je nach Diagnose und Verlauf der Erkrankung wird der Orthopäde schmerz- und entzündungshemmende Medikamente für eine begrenzte Zeit verschreiben.

Internistische Rheumatologen sind speziell darin ausgebildet, den Ursachen von Schmerz und Schwellung mit umfangreicher Diagnostik auf den Grund zu gehen. So sollte der Weg zum Rheumatologen immer erfolgen bei Verdacht auf Gicht oder bei entzündlichen Rheumaerkrankungen wie rheumatoider Arthritis, Psoriasis-Arthritis, Morbus Bechterew sowie rheumatischen Erkrankungen, die Haut oder Gefäße betreffen.

Die Diagnose einer rheumatischen Erkrankung ist gerade im Frühstadium nicht einfach. Um jedoch Schäden an Gelenken oder Organen rechtzeitig vorzubeugen, sollte möglichst innerhalb von drei Monaten  eine Vorstellung beim internistischen Rheumatologen erfolgen. Vielerorts fehlen jedoch diese Fachärzte oder es bestehen immens lange Wartezeiten. Häufig ist ein Telefonat Ihres Hausarztes mit dem Rheumatologen hilfreich. Sie können auch nach Orthopäden Ausschau halten, die eine rheumatologische Zusatzqualifikation aufweisen. Die Berater/innen in der Deutschen Rheuma-Liga helfen weiter.

Weitere Informationen gibt es bei den Beratern der Landes- und Mitgliedsverbände und im Faltblatt "Der Weg zur richtigen ärztlichen Behandlung"

 

Als selten gilt eine Erkrankung, wenn höchstens 5 von 10.000 Menschen daran erkranken. Menschen mit seltenen rheumatischen Erkrankungen haben oft einen langen Weg hinter sich, bis sie schließlich eine klare Diagnose erhalten. In unserer Datenbank „Versorgungslandkarte“ finden Sie internistische Rheumatologen, die die richtigen Ansprechpartner für Sie sind.

Bzgl. näherer Informationen zu seltenen rheumatischen Erkrankungen und Erfahrungen von Betroffenen stehen Ihnen die Verbände der Deutschen Rheuma-Liga zur Verfügung.

Wissenswertes erfahren Sie auch auf unserer Website zu seltenen Erkrankungen.

Zertifizierte Kliniken für Orthopädie und Unfallchirurgie, die sich intensiv mit dem Thema des künstlichen Gelenkersatzes bei Hüft- und Kniearthrose auseinandergesetzt haben, finden Sie hier: www.endocert.de.

Die „Weiße Liste“ verfügt zudem über Angaben aus der gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätsberichterstattung: www.weisse-liste.de. Für weitere Informationen über orthopädische Kliniken stehen die Arbeitsgemeinschaften der Rheuma-Liga zur Verfügung.

Erst wenn alle ambulanten Behandlungsmaßnahmen ausgeschöpft sind und nicht den möglichen Erfolg gebracht haben ist an eine stationäre Behandlung zu denken, wenn der Arzt die medizinische Notwendigkeit sieht.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite "Mit Rheuma im Krankenhaus".

Die Wahl des Krankenhauses muss sich zu allererst nach der Diagnose und der notwendigen Therapie richten. Die Entfernung vom Wohnort kann entscheidend sein für den Fall, dass nach der stationären Behandlung Nachuntersuchungen erforderlich sind. Zudem ist zu klären, ob das Krankenhaus eine Zulassung für die Behandlung von gesetzlich versicherten Personen hat oder als reine Privatklinik besteht.

Empfehlungen des einweisenden Arztes oder der zuständigen Krankenkasse sowie Erfahrungen anderer Menschen mit Rheuma und der Rheuma-Liga vor Ort können Ihnen bei der Klinikwahl weiterhelfen. Bei entzündlich-rheumatologischen Erkrankungen und einem Schub stehen Ihnen internistisch-rheumatologische Kliniken zur Verfügung. Wenn Sie von einer  entzündlich-rheumatologischen Erkrankung betroffen sind und einen Gelenkersatz benötigen, können Sie in der „Versorgungslandkarte“ nach orthopädisch-rheumatologischen Kliniken recherchieren. Arthrose-Betroffene, die einen Gelenkersatz benötigen, sollten eine orthopädische Klinik aufsuchen.

Die Kliniken in der Datenbank „Versorgungslandkarte“ wurden nach speziellen Qualitätskriterien ausgewählt. Sie haben die Möglichkeit, die Kliniken nach speziellen Therapieangeboten zu durchsuchen.

Weiter Informationen finden Sie auch auf unserer Seite "Mit Rheuma im Krankenhaus".

Fachärzte, die sich untereinander austauschen und bei Bedarf sogar eine gemeinsame Sprechstunde anbieten – das ist das Ziel der Ambulanten Spezialfachärztlichen Versorgung (ASV). Die ASV richtet sich an Patienten mit bestimmten seltenen oder sehr komplexen Krankheiten. Sie soll vor allem bei Erkrankungen eingesetzt werden, die eine spezielle Qualifikation der Ärzte, eine interdisziplinäre Zusammenarbeit oder eine besondere Ausstattung erfordern.

Ziel der ASV ist es, eine interdisziplinäre Versorgung an einem Ort zu ermöglichen: Anstatt dass der Patient nach der Behandlung mit einer Handvoll Überweisungsscheine aus der Praxis geht, sollen die Ärzte seines Behandlungsteams am Behandlungsort zusammenkommen, wenn dies für die Therapie erforderlich ist. Alle anderen Fachärzte, die hinzugezogen werden, sollen innerhalb von 30 Minuten erreichbar sein.

Der Gesetzgeber hatte bereits 2012 festgelegt, dass rheumatologische Erkrankungen zu den Erkrankungen mit besonderen Krankheitsverläufen gehören. Am 19. April 2018 ist die Konkretisierung zur ASV Rheuma in Kraft getreten. Damit können ASV-interessierte Ärzte und Krankenhäuser nun eine ASV-Berechtigung für die ambulante Behandlung von rheumatologischen Erkrankungen bei Erwachsenen bzw. Kindern und Jugendlichen bei den Erweiterten Landesausschüssen beantragen.

Nähere Informationen erhalten Sie unter auf der Internetseite der ASV.

In der Physiotherapie werden Übungen durchgeführt, die die Funktion von Muskeln und Gelenken verbessern oder erhalten sollen und die Beweglichkeit fördern. Physiotherapie erfolgt in der Regel in Einzelsitzungen, da der Therapeut jede Bewegung genau kontrolliert und überprüft. Es wird ein vom Arzt ausgestelltes Rezept benötigt.

Daneben hat die Deutsche Rheuma-Liga mit Krankengymnastik-Experten ein spezielles Bewegungstraining entwickelt, das seit vielen Jahren erfolgreich angeboten wird: das Funktionstraining.

In der Ergotherapie werden bestimmte Alltagsfunktionen wie z.B. das Greifen oder einfache Handhabungen im Haushalt und der gelenk- und bänderschonende Gebrauch eingeübt. Zur Ergotherapie gehören auch das Anpassen von Schienen und anderen Hilfsmitteln und die Information über Gelenkschutz.

Bzgl. einer Rehabilitation ist Ihr Arzt Ihr erster Ansprechpartner. Eine Rehabilitation kann ambulant oder stationär erfolgen. Vor einer stationären Reha-Maßnahme müssen die ambulanten Maßnahmen ausgeschöpft sein. Eine teilstationäre/ambulante Rehabilitation kommt in Frage, wenn wohnortnah indikationsgerechte, breite Therapiemöglichkeiten durch ein Reha-Team unter ärztlicher Betreuung zur Verfügung stehen und die geschilderten stationären Maßnahmen nicht erforderlich oder aus beruflichen oder sozialen Gründen nicht möglich sind.

Der Vorteil eines stationären Aufenthaltes liegt u.a. darin, dass alle Leistungen unter einem Dach geboten werden. Neben breiten Therapiemöglichkeiten kann auch ergänzende Diagnostik durchgeführt werden. Ärztliche Betreuung und Hilfe durch Pflegepersonal ist jederzeit präsent. Der Patient hat ganztägig Zeit für die therapeutischen Anwendungen und Maßnahmen.

Der erste Weg bei Gelenkbeschwerden führt zum Kinderarzt. Aufgrund der Seltenheit kindlich rheumatischer Erkrankungen ist der neueste Kenntnisstand über diagnostische und therapeutische Möglichkeiten vorrangig bei Kinderrheumatologen vorhanden. Damit eine exakte Diagnose gestellt werden kann, sollte daher unbedingt ein kinderrheumatologisch erfahrender Arzt in einem kinderrheumatologischen Zentrum oder einer der spezialisierten Ambulanzen zu Rate gezogen werden.

Wichtigstes Ziel der Behandlungen ist es, den Entzündungsprozess frühzeitig und effektiv einzudämmen, damit es nicht zu bleibenden Schäden an den Gelenken oder Organen kommt. Manchmal ist auch ein stationärer Aufenthalt in einer Klinik oder einem Rheumazentrum für Kinder und Jugendliche in Betracht zu ziehen.

Portal "Eltern helfen Eltern"

 

In Deutschland fehlen Rehabilitationskliniken speziell für rheumatische Erkrankungen im Kindesalter. Nur einige wenige Einrichtungen bieten Maßnahmen für rheumakranke Kinder und Jugendliche an. Lesen Sie hier zwei Erfahrungsberichte von Eltern rheumakranker Kinder über zwei Rehabilitationsangebote.

Eine psychologische Beratung oder Psychotherapie kann Ihnen dabei helfen, Ihre Krankheit und Schmerzen besser zu bewältigen. In psychologischen Gesprächen kann darüber beraten werden, wie Sie selbst aber auch Ihre Umwelt mit der Krankheitssituation und den damit verbundenen Einschränkungen umgehen können. Seelische Belastungen können durch psychotherapeutischen Beistand gelindert werden.

Daneben können Sie im Selbstmanagement-Kurs „Herausforderung Rheuma – Nimm Dein Leben in die Hand“ der Deutschen Rheuma-Liga neue Wege kennen lernen, um mit den Folgen der Erkrankung besser zurecht zu kommen.

Es gibt in allen Teilen Deutschlands örtliche Gruppen und Verbände der Deutschen Rheuma-Liga. So besteht vor Ort eine Vielzahl von Möglichkeiten der Begegnung und Unterstützung im Leben mit der Krankheit: Bewegungstherapie (Funktionstraining), ergotherapeutische Behandlung, Schmerzbewältigungskurse, sozialrechtliche Beratung, Betreuung von Schwerstbetroffenen, Selbsthilfe- und Gesprächsgruppen, Elternkreise, Treffen junger Rheumatiker und viele Freizeitangebote.

Unsere Landes- und Mitgliedsverbände erreichen Sie unter der Service-Rufnummer 0800-600 25 25. Bei den Landes- und Mitgliedsverbänden erhalten Sie zudem nähere Informationen zu Therapeuten vor Ort.